Tatsächlich habe ich sehr lange überlegt, wie ich meinen ersten Post hier auf dem neuen Blog gestalten soll. Ich finde es schon erstaunlich, wie schwer ich mich getan habe. Jeden Tag bin ich auf die Seite gesurft, habe das Design angeschaut – und eine Schreibblockade gehabt. Der verflixte erste Beitrag quasi – denn wie es hier weitergeht in 2020 mit Themen steht an sich ja schon fest.

Da dieser Blog komplett neu ensteht bot sich für einen Neuanfang dann jetzt der Jahresrückblick 2019 an. Die Fragen lese ich ja immer wieder aufs Neue bei Sari vom Heldenhaushalt und habe mir das Stöckchen jetzt mal geklaut.

01. Im Großen und Ganzen, ist das Jahr für euch eher positiv oder negativ verlaufen?

Über dieses Thema habe ich letztens mit Fabian noch gesprochen. Ich fand es unheimlich, wie viel Glück man haben kann. Nachdem in den letzten Jahren wirklich viel schief gelaufen ist und auf eine positive Sache meist zehn Negative kamen, verlief dieses Jahr zum größten Teil wirklich sehr sehr positiv. 
Klar, Stress und Co. bleiben eben niemals ganz aus und kleinere Rückschläge gibt es immer, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden.

02. Was waren die besten Ereignisse?

Ich finde es ja total super, wenn man zurückblickt und einem total viel Positives direkt in den Sinn kommt. So sollte es ja auch sein, oder?
Im Februar entschieden wir uns dazu Katzen aufzunehmen aus dem Tierheim. Sehr spontan wurden es dann direkt drei auf einmal und Ada, Rayne und Thea zogen im Alter von 8 Monaten bei uns ein. Fakt ist: Katzen nerven extrem, strapazieren die eigene Geduld jeden Tag aufs Neue – aber sie sind einfach liebenswert.
Im April erhielten meine Kaninchen dann ein Lob vom Tierarzt, dass sie so gesund für ihr Alter wären. Darwin und Justus feierten schließlich 2019 ihren 12. Geburtstag und wir haben kein Tier in diesem Jahr verloren trotz zunehmender Alterserscheinungen.
Außerdem war ich im Frühjahr zum ersten Mal in einem Fußballstadion. Dafür habe ich fast 31 Jahre gebraucht. Beim ersten Besuch rastete ich direkt ziemlich aus, schrie böse Wörter inflationär herum und sprang sogar vom Sitz auf. Hat aber Spaß gemacht. Wobei ich wohl niemals die Abseitsregel verstehen werde. Insgesamt waren wir jetzt dreimal in diesem Jahr bei einem Gladbach-Spiel.
Ende Juni haben unseren ersten gemeinsamen richtigen Urlaub über 2 Wochen verbracht, der uns nach Osttirol führte zum Wandern und 2020 geht es wieder dorthin – dann aber zu dritt. Für mich war es der erste Urlaub nach Jahren und dann an dem Ort, wo ich einfach schon als Kind so gerne gewesen bin.
Als wir Anfang Juli dann aus dem Urlaub kamen, hatten wir schon einen Untermieter dabei. Wussten wir aber zu dem Zeitpunkt nicht. Jetzt ist es natürlich nicht mehr zu übersehen, dass wir bald zu dritt sein werden. Eigentlich hatten wir uns ja verlobt, aber die Hochzeit verschieben wir jetzt einfach erst einmal auf 2021.
Ab dem Sommer verwischt alles so ein wenig. Die Zeit ist gefühlt gerast. Fabian bekam im Oktober total spontan einen neuen Job angeboten über einen Freund und schlug direkt zu. Wohl die beste Entscheidung, die er treffen konnte und er ist sehr glücklich damit.
Meine Schwangerschaft verläuft relativ wellenförmig mit diversen Hochs und Tiefs, aber gut, es könnte immer schlimmer sein und die Zeit ist ja absehbar. Meine Prioritäten musste ich halt anders legen, aber aktuell komme ich damit gut zurecht. Und solange die Zwergin im Bauch rumtobt mache ich mir da auch keine Sorgen.

03. Worauf hättet ihr auch gut verzichten können?

Auch wenn es im Prinzip 2018 passierte, aber die Auswirkungen zogen sich eben bis ins Frühjahr 2019: Fabian zog sich beim Fußball einen Kahnbeinbruch der Hand zu, der noch einige Monate übersehen wurde. Am Ende dauerte es dann weit über ein halbes Jahr bis Hand und Arm wieder einsatzfähig waren (Krankengeld rockt übrigens mal so gar nicht). Ich landete Ende November 2018 so unglücklich beim Handball auf meinem rechten Daumen, dass er in die falsche Richtung wegklappte. Gebrochen oder direkt gerissen war nichts, aber ich war monatelang in der Handchirurgie Patientin, trug eine Schiene wegen einer massiven Entzündung an der Sehne, zwischendurch einen Gips (zeitgleich mit Fabian), bekam am Ende Cortison ins Gelenk und nach Monaten konnte ich irgendwann eine Flasche wieder aufdrehen. Unsere Handchirurgin ist aber wirklich top gewesen. Dennoch merken wir die Verletzungen beide noch hin und wieder. 
Unsere Sportarten haben wir aber aufgegeben. Kein Handball mehr, kein Fußball mehr. Zumindest aktiv.

04. Habt ihr neue Freundschaften geschlossen oder vielleicht alte aufgefrischt?

Ich bin ja im Sommer 2018 zu Fabian gezogen und habe meine Heimatstadt Essen verlassen. Auch wenn Essen direkt neben Bottrop liegt, sind eher viele Kontakte eingeschlafen. Wir sind aber auch sehr häuslich geworden und ziehen ein gutes Konzert, eine Knobelrunde in der Stammkneipe oder einen Spieleabend dem Nächte durchfeiern  vor. Zumindest ich habe jetzt die Phase erreicht, in der man schlafen geht zu den Zeiten, an denen man früher erst das Haus verlassen hat um die Nacht zum Tag zu machen. Ich schreibe auch bewusst Phase, denn Alter passt nicht. Fabian ist schließlich älter und der kann bis heute bis 6 Uhr wegbleiben oder vor der Playstation sitzen. Wir haben ein paar Leute im direkten Umfeld, mit denen wir was zusammen machen. Die habe ich quasi komplett neu kennengelernt durch Fabian. Andere dafür aussortiert. Und mit Kind wird sich vermutlich vieles noch einmal verschieben. Ich sehe das aber alles relativ gelassen. Ich renne niemandem mehr hinterher und halte es lieber mit Menschen, denen man auch mal sagen kann, dass man mal keinen Bock auf etwas hat.

05. Habt ihr euch irgendwie persönlich weiterentwickelt? Zum Beispiel ein neues Hobby angefangen?

Ein neues Hobby eher nicht, dafür ein altes weiterentwickelt. Ich habe wieder verstärkt gehäkelt und bin nun auch das große Thema CE-Kennzeichnung an Häkeltieren bzw. Spielzeug angegangen. Hier wird sich 2020 wohl auch weiter etwas tun.
Das Thema Blog ließ mich in den letzten Jahren auch nicht wirklich los und ich entschied mich im Oktober dazu, doch einen neuen Blog anzufangen trotz DSGVO. Durch die muss ich mich weiterhin etwas wühlen.
Persönlich weiterentwickelt? Hmm, ich bin noch konsumkritischer geworden als ich es ohnehin schon war und habe gemerkt, dass mir ein geordnetes Umfeld ohne allzu viel Gerümpel sehr zusagt. 2020 wird daher vermutlich noch mehr optimiert, aussortiert und einfacher gehalten. Nur meine Sucht zu Wolle, Garnen und Traveller Notebooks wird wohl bleiben.

06. Erzählt uns von euren Vorsätzen fürs neue Jahr.

Da habe ich mir bis heute keine großen Gedanken gemacht. Aber es wird ein spannendes Jahr. Erstmal muss sich das Leben für uns als Familie einpendeln. Von daher lasse ich das einfach mal auf mich zukommen. Hat 2019 ja auch gut geklappt. Wenn weiterhin alles reibungslos läuft, bin ich mehr als zufrieden.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und wir lesen uns dann in 2020 wieder.